Masters 2019

19 Spieler fanden sich zum Masters der Hotspot-Serie ein, leider sagte ein Spieler kurzfristig ab. Modus war „fourfold elimination“, d.h. bei der 4 Niederlage war man aus dem Turnier ausgeschieden. Die Matchdistanz war 7 Punkte – so wie auch bei allen Qualifikationsturnieren.
Nach der 6. Runde waren nur noch 13 Spieler im Rennen. 6 Spieler mussten ledier bereits die Segeln streichen: Es waren dies der regierende Österreichische Staatsmeister Didi Hadjieff, Adrian Nedelcu aus den USA, Alini Opris, Wolfgang Hartl, Peter Urbantschitsch und der in der Jahreswertung an dritter Stelle gelegene Herbert Lukas.
Es führte Selim Babacan mit 5 Siegen aus 6 Spielen, vor den ex-aequo mit 4 Siegen folgenden Dario Damnjanovic, Peter Freistätter, Tommy Köb, Richard Mate, Anita Schlosser und Richard Wagner.
Ewald Etmayer, Steffi Parlow, Rudi Prohaska, Schmucki und Horst Zach standen mit 3 Niederlagen bereits mit dem Rücken zur Wand und somit kurz davor auszuscheiden.
Am ersten Spieltag wurden 7 Runden gespielt. Da nach 6 Runden die Anzahl der Spieler eine ungerade war, wurde unter den Spielern mit den meisten Niederlagen ein Freilos ausgelost. Der glückliche Gewinner war Werner Schmucki, der dadurch auch bereits verfrüht nach Hause gehen konnte, jedoch dadurch für den nächsten Tag etwas ausgeruhter war….
Somit kam es bereits zu einem kleinen Showdown zwischen Rudi und Wolfgang bzw. Steffi und Ewald. Rudi und Steffi konnten die Partien klar für sich entscheiden, womit auch Ewald und Wolfgang am ersten Tag ausschieden.
Bei den Spielern mit weniger als 3 Niederlagen setzten sich Richard Mate gegen Richard Wagner durch, Dario gegen Peter und Tommy gegen Selim.

Am Sonntag war Anita die glückliche Person, die das Freilos zog. So konnte sie die Partien verfolgen in der Steffi gegen Rudi verlor und somit gleich in der ersten Runde des Sonntags aus dem Turnier ausschied. Schmucki startete einen Erfolgslauf und gewann gegen Horst, der somit ebenso ausschied. In den Runde darauf erwischte es auch Richard Wagner, Rudi, Mario, Anita, Peter und Tommy. Schmucki gewann als einziger all seine Partien!

In der Runde, in der sich bereits entschied, wer die letzten 4 Spieler sein würden und somit in die Preisränge kommen, hatte Selim das Glück ein Freilos zu haben. Nach dieser vorentscheidenden Runde blieben schließlich 4 Spieler im Bewerb: Es waren dies Richard Mate mit nur 2 Niederlagen, und mit je 3 Niederlagen Dario, Schmucki und Selim.

Nun traf Schmucki auf Dario und Selim auf Richard Mate. Schmucki und Richard gewannen ihre Partien. Selim und Dario schieden zwar in der selben Runde aus, doch Dario hatte einen Sieg mehr (Selim hatte 1x ein Freilos) und dadurch wurde Dario 3. und Selim 4. des Turnieres.

Somit Stand das große Finale fest: Richard Mate gegen Werner Schmucki, wobei Schmucki im Finale zweimal gewinnen musste, da Richard erst 2 Niederlagen hatte.
Im ersten Satz spielten zwar beide Spieler in etwa gleich stark (Richard hatte das entschieden bessere Checkerplay, doch Schmucki behandelte den Dopplungswürfel besser), der Würfelgott war jedoch extrem auf Schmuckis Seite und so ging das erste Match klar und deutlich mit 7:2 an Schmucki. Es kam zu einem alles entscheidenden zweiten Satz.
In diesem Satz war das Glück gleich verteilt. Nach ein paar Partien stand es schließlich 5:4 für Richard. Wobei es in der darauf folgenden Partie zu einer vermutlich vorentscheidenden Position kam, in der es Richard vermutlich an Routine fehlte und eine gewisse Nervosität dazukam, die Angst vor dem Gewinn und mangelnde Routine um den „Sack zuzumachen“. Er spielte viel zu vorsichtig, machte einen riesigen Blunder, geriet dadurch dann in Rückstand, weil er diese Partie verlor und schließlich verlor er bei DMP auch das Match und somit wurde Schmucki erster Hotspot-Finalgewinner.

Die entscheidende Position war folgende:

Richard würfelte 32 und versteckte seinen Blot auf der 5. Er weiß jedoch sicherlich, dass man diesen stehen lassen muss (ohne 5er Punkt wird man schwerlich ein Match gewinnen) und man mit 32 beide Checker vom Midpoint als Decker in Stellung bringen muss. (Schmucki hat ja zusätzlich noch einen Checker auf der Bar). Doch das „sichere“ Spiel gewann in Richards Überlegungen die Oberhand.

Das richtige Spiel wäre folgendes gewesen:

Schmucki tanzte bei seinem Wurf und Richard hätte gedeckt. Bereits in der Position vor Schmuckis Wurf gewinnt Richard 56 % der Partien und davon ungefähr 26 % gammon und damit auch das Match.

Das Spiel wäre aber nur halb so schön, wenn wir nicht alle bei jedem Turniertag wieder dazulernen und hoffentlich das nächste Mal, bei einer ähnlichen Position, dann den richtigen Zug finden und das Match gewinnen.

Gratulation an den Sieger Werner Schmucki, aber auch an die nachgereihten Gewinner Richard Mate, Dario Damnjanovic und Selim Babacan!!!